Wichtiger Faktor für die Versorgung der Bevölkerung in der Region

Bundestagsabgeordnete Katrin Staffler trifft bayerisches Ernährungshandwerk! Wiedenzhausen, 17.08.2021- Das bayerische Ernährungshandwerk ist nicht irgendwer. Mit 100.000 Mitarbeitern und mehr als 8 Milliarden Umsatz sind die Betriebe ein wichtiger Faktor, wenn es um die Versorgung der Bevölkerung mit hochwertigen und regionalen Lebensmitteln geht. Um die vielfältigen Handwerksthemen gemeinsam zu erörtern, traf sich Katrin Staffler, Abgeordnete des Deutschen Bundestags, mit den Geschäftsführern der Fachverbände von Bäckern, Metzgern, Müllern, Brauern und Konditoren in der Metzgerei Braun in Wiedenzhausen.

Besonders im Fokus stand das Thema der Fachkräftesicherung. Denn immer mehr Handwerksbetriebe im Lebensmittelhandwerk schließen. Das aber nicht etwa aus wirtschaftlichen Gründen, sondern weil schlicht die Fachkräfte zum Verkauf der bayerischen Schmankerl fehlen. Für Katrin Staffler bedarf es bei diesem Problem einer noch früheren Information der Kinder und Jugendlichen über die Entwicklungs- und Aufstiegschancen im Handwerk. Die Abgeordnete betont: „Das Lebensmittelhandwerk bietet vielfältige und attraktive Möglichkeiten, eine wichtige Tätigkeit und großartige Aufstiegsperspektiven“. Das Bildungssystem müsse in beide Richtungen durchlässig sein, um auch jungen Menschen, die sich in Sachen Ausbildung neu orientieren, eine Anlaufstelle zu bieten. Immerhin brauchen sich gestandene Gesellen oder selbständige Handwerksmeister in Sachen Verdienst nicht hinter Hochschulabsolventen zu verstecken. Ganz im Gegenteil. Durch den Wegfall von Betrieben seien die Jobsicherheit und Potentiale zu jeder Zeit gegeben.

In Sachen Energiepolitik und Klimaneutralität forderten die Ernährungshandwerke, dass die Maßnahmen zur Erreichung derselben für kleine und mittlere Betriebe künftig auch umsetzbar und vor allem bezahlbar sein müssen. Klimaschutz ja, aber eben praxisgerecht und nicht an der Realität vorbei. Sonst verliere das mittelständische Handwerk den Anschluss an industrielle Betriebe. Dazugehörige Förderprogramme, beispielsweise für energieeffiziente Anlagen und Maschinen, müssen überarbeitet werden. Zu viele Betriebe fallen durch das berühmte Raster und Fördergelder fließen nur den „Großen“ zu. Hier muss die Politik dringend nachbessern. Schließlich ist der Mittelstand das Rückgrat der deutschen Wirtschaft und ein wesentlicher Garant für die kontinuierlich fließenden Steuereinnahmen. Optimierungsfähig sind auch die Erhebungen von quartalsweisen und jährlichen Wirtschafts- und Produktionsstatistiken. Solche seien zwar eine wichtige Grundlage für politische Entscheidungen. Aber die Fragebögen auszufüllen, so machten es die Geschäftsführer der Verbände deutlich, kostet die Betriebsinhaber viele Stunden, die meist nach Feierabend, an Sonn- und Feiertagen aufgebracht werden müssen. Dabei sollte es doch möglich sein, digitale Schnittstellen zu Behörden und Ämtern schaffen, um Daten und Statistiken elektronisch abzufragen. So könne Bürokratie tatsächlich abgebaut und eine effizientere Datenerhebung - ganz ohne Papier - gesichert werden. Staffler stimmt zu: „Gerade im Mittelstand sollten die Energie und die Tatkraft in die Betriebe fließen – und nicht in die Bürokratie. Deshalb werden wir als CSU im Bundestag auch weiterhin dafür einstehen, unnötige Bürokratie abzubauen.“

Die bayerischen Ernährungshandwerke:
Landesinnungsverband für das bayerische Fleischerhandwerk
Landes-Innungsverband für das bayerische Bäckerhandwerk
Bayerischer Müllerbund e.V.
Konditoren-Innung Bayern
Private Brauereien Bayern e.V.

Pressemitteilung erstellt durch: Lars Bubnick, Mail: bubnickmetzgerhandwerkde Tel.: 0821 568 61 0

Bildunterzeile: Lars Bubnick (Metzgerhandwerk), Werner Braun (Metzgerei Braun), Katrin Staffler, Stephan Kopp (Bäckerhandwerk), Dr. Josef Rampl (Müllerhandwerk)

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