Umsatzsteuer - Antworten zu Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) stellte gemeinsam mit dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) dem Bundesfinanzministerium (BMF) noch offene Fragen zum temporär geltenden ermäßigten Umsatzsteuersatz auf Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen.

Auf die Schreiben vom 02.06.2020 und 26.02.2021  antwortete das BMF hat mit Schreiben vom 07.04.2021.

Diese Punkte sind von besonderem Interesse:

  • Kombi Angebote aus Speisen und Getränken zum Pauschalpreis: Es wird von der Finanzverwaltung nicht beanstandet, wenn der Getränkeanteil mit 30 % des Pauschalpreises angesetzt wird.
     
  • Getränke mit Speiseanteil / Abgrenzung zwischen Speisen und Getränken: In der Regel kann eine ermäßigt besteuerte Speise angenommen werden (Hinweis: Es könnte hilfreich sein, diese Produkte in der Karte bei den Speisen aufzuführen).
     
  • Partyservice / Catering: Die Gestellung von Geschirr und Personal ist Teil der ermäßigt besteuerten Verpflegungsdienstleistung (Hinweis: Im Einzelfall kann möglicherweise ein Anteil auf normal besteuerte Getränke entfallen).
     
  • Gutscheine, die zwischen dem 01.07.2020 und dem 31.12.2022 ausgegeben werden, sind Mehrzweckgutscheine, wenn sie sich nicht explizit nur auf Speisen oder nur auf Getränke beziehen.
     
  • Die Finanzverwaltung plant, die umsatzsteuerlichen Pauschbeträge für den Eigenverbrauch für das 2. Halbjahr 2021 an den ermäßigten Umsatzsteuersatz anzupassen.
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