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Das Bayerische Bäckerhandwerk informiert

24.04.2013
24.04.2013 00:00 Alter: 7 yrs

PM 11/13: Mindestlohn/Tarifautonomie - Bayerisches Wirtschaftsministerium unterstützt Bäckerhandwerk


München. „Sowohl gesetzliche Mindestlöhne als auch von einer Kommission festgelegte Lohnuntergrenzen vernichten Arbeitsplätze und würden die großen Beschäftigungserfolge der letzten Jahre in diesem Bereich wieder zunichtemachen“. Mit diesem klaren Bekenntnis hat Bayerns Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel im Einvernehmen mit ihrem Minister Martin Zeil das Gesuch des Landes-Innungsverbandes für das bayerische Bäckerhandwerk, einer Aushöhlung der Tarifautonomie eine entschiedene Absage zu erteilen, beantwortet. Hessel stimmt ohne Vorbehalte der Auffassung des Verbandes zu, dass die Lohnfindung bei den Sozialpartnern belassen werden muss, weil diese die jeweiligen regionalen und branchenspezifischen Besonderheiten am besten beurteilen können. Bayerns Landesinnungsmeister Heinz Hoffmann begrüßt diese uneingeschränkte Unterstützung: „Wir sind dem Bayerischen Wirtschaftsministerium für diese ordnungspolitische Klarstellung sehr dankbar, weil sie in einer Phase wahlkampfmotivierter Verzerrungen in hilfreicher Weise deutlich macht, dass niemand anderes als die Wirtschaft selbst zuständig ist für die Entlohnung ihrer Be-schäftigten.“    
Trotz der Tatsache, dass keine der im Lohn- und Gehaltstarifvertrag für das bayerische Bäckerhandwerk verankerten Lohngruppen einen Stundenlohn unter dem derzeit diskutierten Satz von 8,50 Euro erhält, hatte der bayerische Bäckerverband Ende Februar in gleichlautenden Schreiben an das Bayerische Wirtschaftsministerium und an das Bayerische Arbeits- und Sozialministerium eine Einmischung des Staates in die Tarifpolitik entschieden abgelehnt. Dabei ging es ihm um die Verteidigung der Grundfesten der verfassungsrechtlichen Ordnung und um die Betonung seines tarifpolitischen Selbstverständnisses. Hessel teilt die in diesem Zusammenhang vom Verband geäußerte Befürchtung einer Kostenexplosion. „Haben wir Mindestlöhne erst einmal eingeführt“ – so die Staatssekretärin – „müssen wir mit einer Lohnspirale nach oben rechnen, die nicht mehr aufzuhalten ist.“ In der Folge würden sich Löhne zum Spielball der Politik entwickeln und die Lohnsetzung wahlkampftaktisch ausgenutzt. Deshalb kommen Mindestlöhne für Hessel sowohl aus ordnungspolitischen Gründen als auch zum Wohle der Menschen in Bayern nicht in Frage.


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Abdruck honorarfrei, Belegexemplar erbeten

Kontakt:

Verbandssprecher Landesinnungsmeister Heinz Hoffmann
  Geschäftsführer Dr. Wolfgang Filter 
  Tel.: 0 89 / 54 42 13 – 0 
  Email: filter@baecker-bayern.de


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