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Das Bayerische Bäckerhandwerk informiert

24.05.2019
24.05.2019 11:30 Alter: 85 days
Kategorie: Aktuelle Themen, Pressebereich

Ja zu Europa – Grundsatz der Verhältnismäßigkeit muss wieder gelebt werden

Europaabgeordnete Monika Hohlmeier redet Klartext beim Verbandstag des Landes-Innungsverbandes des bayerischen Bäckerhandwerks in Bamberg am 18. und 19. Mai 2019.


„Wir freuen uns, mit Ihnen, Frau Hohlmeier, eine Festrednerin gewonnen zu haben, die mit gesundem Menschenverstand Klartext spricht, wie wir es im Handwerk gewohnt sind“, so Landesinnungsmeister Heinz Hoffmann bei seinen einleitenden Worten. „Vieles aus Europa kommt bei uns kleinen und mittleren Betrieben als überbordende Bürokratie an und konterkariert alles Gute, was die EU bewirkt. Die Lawine an Regelungen bringt das mittelständische Handwerk auf Dauer um“. Beispielhaft nannte er die Themen Transparenz und Internet-Pranger sowie die Neuordnung der meisterpflichtigen Gewerke in der Handwerksordnung. „Die Aufhebung der Meisterpflicht hat in vielen Handwerksberufen zu schlechter Qualität und zur Gefährdung der beruflichen Ausbildung geführt“.

Das richtige Maß entscheidet
Monika Hohlmeier schilderte, dass vieles, was in Europa beschlossen und vorgedacht werde, ganz anders von Deutschland umgesetzt werde und vor Ort ankomme. „Deutschland muss aufpassen, wir haben hier den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit verloren“, so die Europaabgeordnete. „Keiner hat im Europa-Parlament gewollt, dass der Meisterbetrieb oder Vereinsvorsitzende vor Ort nicht mal mehr ohne Zustimmung seinen Kunden oder Mitgliedern gratulieren darf“, hier müssten bei der bevorstehenden Revision des Gesetzes dringend Vereinfachungen und Ausnahmen geschaffen werden.

Hohlmeier stellte sich klar hinter die Forderung der Überarbeitung der Handwerksordnung und der meisterpflichtigen Gewerke. „Leider haben sich meine Befürchtungen aus der Zeit der Neuordnung der Meisterberufe voll erfüllt“, so Hohlmeier. Es sei jetzt die Grundsatzentscheidung zu treffen: „Reicht es so, dass es so dahingeht oder wollen wir eine gewisse Qualität an Ausbildung, die gleichzeitig auch einen Schutz der Verbraucher beinhaltet“. Hohlmeier sagte gerne ihre Unterstützung für eine Neuordnung zu. Sie bot ebenso an, grundsätzlich als "Transporteur" von Anregungen und Vorschlägen des Bäckerhandwerks nach Brüssel zu agieren. "Kommen Sie auf mich zu, nutzen Sie mein Netzwerk!“

Weichenstellung für die Zukunft
Bei den folgenden Tagesordnungspunkten wurden ebenso die Regularien besprochen und abgestimmt. Dabei ging es auch darum, Instrumente, die nicht mehr benötigt wurden, zu beenden. So wurde beschlossen, den Unterstützungsverein des Bayerischen Bäckerhandwerks aufzulösen und die Satzung des Vereins Bayerische Bäckerfachschule Lochham den aktuellen Gegebenheiten anzupassen.

Im Zeichen der Neustrukturierung stand auch die Genehmigung der Jahresrechnung 2018 und der Haushaltsplanung 2019. Stellv. Landesinnungsmeister Heinrich Traublinger schilderte als Kassier die Rahmendaten. Durch genauere Zuweisungen und Kalkulationen konnte letztendlich eine ausgeglichene Jahresrechnung und eine ausgeglichene Jahresplanung 2019 erzielt werden. Die Diskussion und die Beschlussfassung über die künftige Beitragsgestaltung wurden in Absprache mit den Obermeistern der Innungen auf die Obermeistertagung im Herbst vertagt. Heinrich Traublinger warb hier für eine faire und zukunftsorientierte  Diskussion ohne Scheuklappen.

Austragungsort für den Verbandstag 2020 wird Bad Füssing. Günter Wagner, Obermeister der Bäcker-Innung Rottal-Inn und Mitglied des Landes-Innungsvorstandes, stellte den Austragungsort vor. „Wir freuen uns, Sie in unserem schönen Niederbayern begrüßen zu dürfen“, so Wagner. Der Verbandstag wird voraussichtlich am 25./26. April 2020 stattfinden.


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