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Das Bayerische Bäckerhandwerk informiert

17.11.2016
17.11.2016 15:45 Alter: 3 yrs
Kategorie: Aktuelle Themen, Pressebereich

PM 21/16: Kulinarisches Erbe Bayern - Aktionswochen erfolreich abgeschlossen


Das Aktionsplakat der Gastro-Wochen

Wirt Ulli Portenlänger und Prof. Franz-Theo Gottwald, KEB-Vorstandsvorsitzender

Grünwald/München. Der Verein Kulinarisches Erbe Bayern (KEB) hat sich den Erhalt regionaler Ernährungskultur der bayerischen Regionen auf die Fahnen geschrieben. Dazu lud er gemeinsam mit zehn Gastwirten aus allen bayerischen Regierungsbezirken zu den zweiten Aktionswochen „Kulinarisches Erbe Bayern auf dem Teller“ ein. Gemeinsam zeigten sie, welche kulinarischen Schätze in Bayerns Regionen schlummern. Beim Alten Wirt in Grünwald fand nun am 15. November die Finissage statt.

 

In den vergangenen Wochen standen bei Wirt Ulli Portenlänger aus Grünwald traditionelle Gerichte wie gebackener Kalbskopf, Rindfleischeintopf und gebratene Fingernudeln auf der Karte. Seit 1918 werden Rezepte hier im Familienbetrieb von Generation zu Generation weitergegeben und -gelebt. Portenlänger nimmt bereits zum zweiten Mal an den jährlichen Aktionswochen teil. „Was früher in Bayern gekocht wurde, ist in dem Lederhosen-Image von heute völlig untergegangen“, sagt Portenlänger.


Mit der Aktion möchten er und der Verein Kulinarisches Erbe Bayern das traditionell arbeitende Lebensmittelhandwerk unterstützen und kulinarisches Brauchtum beleben, damit einzigartige Gerichte nicht in Vergessenheit geraten. „Wir wollen mit Vorurteilen gegenüber der bayerischen Küche aufräumen und zeigen, dass Bayern neben Leberkäse und Schweinsbraten eine Vielfalt an Spezialitäten zu bieten hat“, so KEB-Vorstandsvorsitzender Prof. Franz-Theo Gottwald. „Mit den Aktionswochen können wir außerdem die Wertschätzung und Sichtbarkeit für das traditionelle Handwerk erhöhen.“


Zu den Gründungsmitgliedern des Vereins zählt unter anderem der Landes-Innungsverband für das bayerische Bäckerhandwerk. Dessen Hauptgeschäftsführer Dr. Wolfgang Filter, der zugleich ehrenamtlich als Vorstandsmitglied die Geschäfte des Vereins KEB führt, betont die Synergie-Effekte: „Der Strukturwandel in der backenden Branche mit dem sichtbar veränderten Marktauftritt hat dazu geführt, dass viele Verbraucher kein klares Bild mehr vom Bäckerhandwerk haben. Für sie ist der Übergang zwischen Handwerk und Industrie bzw. Handel fließend. Das Bäckerhandwerk hat aber etwas Einmaliges, nämlich eine einzigartige Symbiose zwischen Tradition und Moderne. Dies herauszustellen, ist die Motivation für den Verband, die Arbeit des Vereins Kulinarisches Erbe Bayern nicht nur zu unterstützen, sondern auch mitzugestalten.“


In den Gastronomiebetrieben findet letztlich die Veredelung von Erzeugnissen aus dem Bäcker- und Fleischerhandwerk und aus der Landwirtschaft statt. So wie im Alten Wirt in Grünwald, der ein Musterbeispiel für die gelebte regionale Vernetzung des Ernährungshandwerks ist. Ab vier Uhr früh weht aus seinem Haus der Geruch von frischem Schwarzbrot. Seit März ist darin die Bio-Bäckerei BrotZeit eingemietet und versorgt das Gasthaus mit traditionellen, bayerischen Backwaren. Ganz so kurz ist der Lieferweg der anderen Lieferanten, die Portenlänger alle persönlich kennt, nicht. Dennoch – Metzger, Fischer, Imker, Winzer und Landwirte stammen aus der umliegenden Region. Für Gastronomen bedeuten solche persönlichen, lokalen Netzwerke zwar etwas mehr Arbeit, da anstatt eines Großhändlers viele Lieferanten Produkte liefern. Doch geschmacklich zahlt sich dieses Engagement auf jeden Fall aus.


Auch im nächsten Jahr werden Feinschmecker wieder in den Genuss alter Spezialitäten kommen – die Aktionswochen „Kulinarisches Erbe Bayern auf dem Teller“ sollen 2017 erneut stattfinden. Zudem arbeitet der Verein an einem neuen Austauschprogramm für Köche und Lebensmittelhandwerker, um die junge Generation über die Grenzen Bayerns hinaus mit neuen Rezepturen und Traditionen in Kontakt zu bringen. Langfristiges Ziel ist die Etablierung eines Bayerischen Staatspreises für Betriebe, die sich besonders für den Erhalt des kulinarischen Erbes einsetzen.

 

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Kontakt:
Landesinnungsmeister Heinz Hoffmann
Hauptgeschäftsführer Dr. Wolfgang Filter
Tel.: 089 544213-0
E-Mail: filter@baecker-bayern.de


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