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Das Bayerische Bäckerhandwerk informiert

01.08.2013
01.08.2013 00:00 Alter: 6 yrs

PM 18/13: Lebensmittelsicherheit – Transparenz - Herkunftsklarheit: Runder Tisch beim Bayerischen Gesundheitsminister


München. Die bayerische Staatsregierung setzt in Sachen Lebensmittelsicherheit auf Vorsorge statt auf „Scherbenbeseitigung“. Dieser Grundsatz bildete für Bayerns Gesundheitsminister Dr. Marcel Huber den Ausgangspunkt für den Runden Tisch, der am 01. August 2013 mit etwa 40 geladenen Vertretern der bayerischen Ernährungswirtschaft und der Verbraucherschaft sowie der für die Lebensmittelüberwachung zuständigen Behörden stattfand. Für das bayerische Bäckerhandwerk haben Landesinnungsmeister Heinz Hoffmann und Hauptgeschäftsführer Dr. Wolfgang Filter am Meinungs- und Gedankenaustausch im Bayerischen Gesundheitsministerium teilgenommen. Der Zeitpunkt war mit Bedacht gewählt, denn man will – so der Minister – zum wichtigen Themenfeld Lebensmittelsicherheit mit klaren und von einer breiten Mehrheit der Erzeuger und Verbraucher getragenen Position in die neue Legislaturperiode gehen. Die Einladung zum Dialog wurde angenommen; zu den auf der Agenda genannten Themenkomplexen entspann sich eine rege, zum Teil kontroverse, aber in vielen Bereichen auch einmütige Diskussion. Hoffmann und Filter sahen sich mehrfach veranlaßt, auf die besondere Struktur handwerklicher Erzeuger hinzuweisen und gegen pauschale, nicht praktikable Lösungsansätze Position zu beziehen. Die Mahnung, die Betriebe nicht zu überfordern, wurde auch von anderen Gesprächsteilnehmern aufgegriffen. Die Vertreter der Ministerien zeigten sich konstruktiven Vorschlägen gegenüber aufgeschlossen und auch die Vertreter der Verbrauchervereinigungen betonten, daß ihnen eine vernünftige, handhabbare Lösung lieber sei als zu enge Vorschriften, die den Betrieben das Wasser abgraben.
Dem Runden Tisch war Anfang Juli eine Vorbesprechung vorausgegangen, in deren Folge die teilnehmenden Verbände und Vereinigungen zu den diskutierten Gedanken Stellung beziehen konnten. Der Landes-Innungsverband für das bayerische Bäckerhandwerk hat seine Position in einem 7-seitigen Schreiben niedergelegt, in dem er detailliert auf  die Themen betriebliche Eigenkontrollen, Rückverfolgbarkeit, Frühwarnsystem, Allergenkennzeichnung, Information der Öffentlichkeit und Regionalität einging. Leitgedanke dieser Position war, daß an allen bisherigen  sogenannten „Lebensmittel-Skandalen“, die den Gesetzgeber zu einer Verschärfung des lebensmittelrechtlichen Instrumentariums bewegt haben, handwerklich produzierende Betriebe nicht beteiligt waren. Folglich sei bei allen angedachten Eingriffen in das bestehende Instrumentarium immer der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit zwischen Ursache und zu ergreifender Maßnahme zu wahren. Zudem sei zu unterscheiden zwischen versehentlichen Vorkommnissen, wie sie bspw. aus Unkenntnis oder auch Unachtsamkeit in Einzelfällen passieren und vorsätzlicher Schädigung aufgrund krimineller Energie. Letztere – da waren sich auch die Teilnehmer am Runden Tisch einig – können auch mit einem noch so ausgefeilten Regelwerk nicht unterbunden werden.  


ca. 3.025 Zeichen (mit Leerzeichen)
Abdruck honorarfrei, Belegexemplar erbeten


Kontakt:

Verbandssprecher Landesinnungsmeister Heinz Hoffmann
  Hauptgeschäftsführer Dr. Wolfgang Filter 
  Tel.: 0 89 / 54 42 13 – 0 
  Email: filter@baecker-bayern.de


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