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Das Bayerische Bäckerhandwerk informiert

08.06.2016
08.06.2016 14:03 Alter: 326 days
Kategorie: Aktuelle Themen, Pressebereich

EEG-Novelle - LIV Bayern wendet sich an Seehofer


München. Das Bundeskabinett plant derzeit eine Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Das bayerische Bäckerhandwerk betrachtet die von Bund und Ländern verabredeten Maßnahmen mit großer Sorge. In einem Brief an Horst Seehofer bitten Landesinnungsmeister Heinz Hoffmann und LIV-Hauptgeschäftsführer Dr. Wolfgang Filter den Bayerischen Ministerpräsidenten dringend um eine Korrektur der geplanten Reform und um eine faire und gerechte Lastenverteilung. Denn die Ungleichbehandlung bei der EEG-Umlage verschärft für viele mittelständische Handwerksbäcker die ohnehin schwierige Ausgangslage.


„Das bayerische Bäckerhandwerk bekennt sich zur Energiewende und ist bereit, seinen Beitrag hierzu zu erbringen“, so Hoffmann und Filter. Allerdings seien die Auswirkungen des EEG-Gesetzes für die Betriebe so nicht länger tragbar und brächten immer mehr Handwerksbäcker in wirtschaftliche Notlagen. Zum einen ist die EEG-Umlage in den letzten Jahren für die nicht befreiten Verbraucher und mittelständischen Unternehmen immens gestiegen. Sie stellt laut Landes-Innungsverband für das bayerische Bäckerhandwerk für den stromintensiven Betrieb der größtenteils klein- und mittelständischen Handwerksbäckereien in ihrer derzeitigen Höhe eine enorme finanzielle Belastung dar. 2012 bezahlte eine Bäckerei mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 220.000 kWh noch rund 7.902 Euro EEG-Umlage. 2014 waren es sogar schon 13.728 Euro – eine Steigerung um 58 Prozent. Und auch seit 2014 ist die Umlage weiter angestiegen, von 6,24 auf jetzt 6,35 Cent/kWh. Der Landes-Innungsverband macht sich daher für Ergänzungen der geplanten Reform stark. Die EEG-Umlage dürfe sich weder auf dem derzeitigen Niveau stabilisieren noch in weiterem Maße steigen. Sie müsse sogar dringend reduziert werden, schreiben Hoffmann und Filter an Seehofer.

 

Als zweiten Punkt kritisiert der Landes-Innungsverband, dass große Industriebetriebe von der EEG-Umlage ganz oder teilweise befreit sind. „Dies stellt eine staatlich verursachte Wettbewerbsverzerrung dar, die wir nicht akzeptieren können“, so Hoffmann und Filter. Die Ungleichbehandlung bei der EEG-Umlage verschärfe die ohnehin schwierige Lage der Handwerksbäcker noch. Der Landes-Innungsverband fordert daher dringend, im Rahmen des anstehenden Gesetzgebungsverfahrens die Wettbewerbsverzerrungen, die große Industrieunternehmen einseitig bevorzugen, zu beseitigen. Vielmehr müssten die nun schon viele Jahre andauernden Belastungen des mittelständischen Bäckerhandwerks korrigiert werden.

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Kontakt:
Landesinnungsmeister Heinz Hoffmann
Hauptgeschäftsführer Dr. Wolfgang Filter
Tel.: 089 544213-0
E-Mail: filter@baecker-bayern.de


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