Seite durchsuchen: Erweiterte Suche»

Das Bayerische Bäckerhandwerk informiert

02.02.2016
02.02.2016 10:49 Alter: 3 yrs
Kategorie: Aktuelle Themen, Pressebereich

Bayerische Ernährungshandwerke kritisieren Aktionismus


München. Der Lebensmittelskandal um Bayern-Ei hat viele Verbraucher verunsichert. Das bayerische Verbraucherschutzministerium reagierte darauf jüngst mit einem Drei-Säulen-Programm "Gute Lebensmittel aus Bayern", dessen zentrale Elemente eine Stärkung der amtlichen Kontrolle und eine Ausweitung der Eigenkontrolle durch die Betriebe sind. In einem Brief an Ministerin Ulrike Scharf kritisieren die bayerischen Lebenshandwerke unmissverständlich die aus ihrer Sicht ungerechtfertigten Maßnahmen.


In dem Schreiben heißt es, die geplanten Schritte sähen auf den ersten Blick wie ein dringend erforderliches staatliches Förderprogramm für die heimischen Lebensmittelerzeuger aus. In Wahrheit aber entpuppten sie sich als bürokratisches Gängelungsprogramm zu Lasten der Betriebe – mit mehr Dokumentationspflichten, so die Allianz aus Bäckern, Konditoren, Brauern, Metzgern und Müllern. Offensichtlich werde wieder einmal nach dem bekannten Muster verfahren: Die Medien decken Missstände auf und die Politik reagiert darauf mit einem Rundumschlag. Lebensmittelskandale, die von einzelnen schwarzen Schafen verursacht werden, könnten nicht dadurch gelöst werden, dass man die große Zahl der ordentlich wirtschaftenden Betriebe mit noch schärferen Auflagen belaste. Denn dadurch erhöhe man nicht die Sicherheit von Lebensmitteln aus marktbeherrschenden Unternehmen, die sich bewusst von höheren Standards lösen. Eine derartige Verfahrensweise führe nur zur Verschärfung des Kostendrucks – mit der Folge, dass redlich arbeitende Betriebe dem rechtwidrigen Gebaren der schwarzen Schafe nicht mehr Stand halten können und folglich vom Markt verschwinden. Die Folge sei eine Zunahme der Konzentration und eine Abnahme der Vielfalt des Angebots, so die fünf Ernährungshandwerke.


Am 19. Januar kamen die Vertreter der Lebensmittel produzierenden Unternehmen mit der Ministerin zu einem „Erfahrungsaustausch Lebensmittelsicherheit“ zusammen. Dabei betonten sie noch einmal, dass es keine Pauschalverurteilungen geben dürfe. Die Ministerin bestätigte, dass der allergrößte Teil der Lebensmittelbetriebe ordnungsgemäß arbeitet. Immerhin sind nach Angaben des Verbraucherschutzministeriums über 99 Prozent der Lebensmittel in Bayern unbedenklich und werden auf einem besonders hohen Qualitätsniveau hergestellt.

2.422 Zeichen (mit Leerzeichen)

Verwertung honorarfrei, Beleg erbeten

Kontakt:
Landesinnungsmeister Heinz Hoffmann
Hauptgeschäftsführer Dr. Wolfgang Filter
Tel.: 089 544213-0
E-Mail: filter@baecker-bayern.de


© Landes-Innungsverband für das bayerische Bäckerhandwerk | Rechtliche Hinweise / Datenschutzerklärung | Impressum | Sitemap

Login
Mitgliederbereich

Branchen-News